Meine erste Frankfurter Buchmesse

 

Der Tag gestern war wirklich toll und aufwühlend… im positiven Sinne. Um meine Eindrücke zu verarbeiten und zu reflektieren, schreibe ich diesen Blogbeitrag und gewähre ich euch somit einen kleinen Einlick in mein jungfräuliches Messeerlebnis. Viel Spaß beim Lesen! 🙂

Der  Samstag auf der Frankfurter-Buchmesse 2018

Losgefahren sind meine süße Fahrgemeinschaft und ich um 8 Uhr morgens aus Köln. Zwei Stunden haben wir mit dem Auto bis nach Frankfurt gebraucht, haben dann noch mal eine halbe Stunde nach dem Parkhaus gesucht und wurden dann um ca. 11 Uhr endlich beim Messegelände abgeliefert. Die Anreise war super angenehm und unsere kleine Gruppe aus vier Leuten hat sich direkt super verstanden (ihr müsst wissen, wir kannten uns nicht alle :D). Kaum waren wir bei der Messe angekommen, haben sich unsere Wege zwar schnell getrennt, aber ich bin wirklich froh, dass ich diesen Tag mit den dreien erleben durfte. An dieser Stelle ein großes Danke an Manu, Garo und Hayko. <3

Manu und ich sind direkt zu Halle 3, um einer Signierstunde beizuwohnen. Bereits bei unserer Ankunft an Halle 10 war ich schockiert, wie riesig das Messegelände einfach war. Und dann war es auch noch so voll und unerträglich warm. Nassgeschwitzt, orientierungslos und überwältigt haben wir uns durch die Halle bewegt, insofern das überhaupt noch möglich war, da man entweder durch die Gänge geschoben wurde oder es Stau auf der Strecke gab, weil manche ach so intelligenten Leute einfach mitten im Gang stehen blieben. Versteht mich nicht  falsch, ich beschwere mich nicht. Es hat mich einfach nur extrem überrascht, da ich mit so einem Menschenandrang nicht gerechnet hatte. 😀 Glaubt mir, die Gamescom ist nichts dagegen (mal ganz abgesehen von den hohen Temperaturen). Unsere gewünschten Autogramme haben wir aber glücklicherweise erhalten, was der erste Erfolg an jenem Tag war.

Um ca. 12 Uhr haben wir einen Abstecher zu  dem Verlag gemacht, mit dem ich bereits seit zwei Monaten wegen meines neuen Buches „What If“ in Kontakt stehe (ich werde bald verraten, um welchen Verlag es sich handelt, sobald der Vertrag endlich unterschrieben ist!). Der Stand war klein und zusätzlich war es extrem voll dort, sodass ich kaum Zeit hatte, mit dem Verleger zu quatschen. Jedoch konnte ich einen kurzen Blick auf die ausgestellten Bücher erhaschen und habe mich direkt in sie verliebt. Die Cover und die Aufmachung der Bücher hat mich direkt angesprochen und ich dachte mir nur „Das will ich auch“. Als der Verleger endlich Zeit für mich hatte, drückte er mir einen Vertragsentwurf in die Hand, den ich mir im Laufe des Tages durchlesen und am Abend zurückbringen sollte, damit wir uns unterhalten könnten, sobald es etwas leerer werden würde. Das  tat ich dann auch.

Als nächstes besuchten wir die Cosplay-Area, die in Halle 1 aufgebaut worden war. Generell hat es mich extrem überrascht, vie viele Cosplayer auf der Messe waren, aber gut. Ich selbst habe mir zwar keinen Manga gekauft, da ich sie mir aus finanziellen Gründen lieber zu Weihnachten und zum Geburtstag wünsche, aber dafür habe ich viele schöne Kleinigkeiten ergattert. Danach setzten wir uns etwas nach draußen und machten eine kleine Pause. Ich sichtete in der Zeit den Vertragsentwurf und war einfach nur begeistert, da er einfach so viel besser war, als der, den ich mit dem AAVAA-Verlag geschlossen hatte. Kurz darauf gingen wir zurück in Halle 3 und klapperten die verschiedenen Verlags-Stände. Tatsächlich hatte ich erst ein paar Tage vor der Messe erfahren, dass die dort ausgestellten Bücher nur am Sonntag oder zu Signierstunden verkauft wurden, was ich wirklich extrem bescheuert fand. Das gehörte zu eiinem der wenigen Dinge, die mich an der FBM wirklich gestört haben.

Manu stellte sich um 14 Uhr für die Signierstunde von Bianca Iosivoni an. Bereits da war die Schlange so lang, dass nicht sicher  war, ob auch wirklich alle Fans drankommen würden. Da ich die Bücher von Bianca nicht gelesen habe, nutzte ich die Zeit um mich  mit meiner Autorenfreundin Bonnie Eldritch und ihrer Brodette Emily Bähr zu treffen. Schnelll verlief ich mich und irrte wieder eine halbe Stunde umher, bis ich die Beiden endlich fand. Wir nutzten die Zeit um zu quatschen, wobei ich einen interessanten Blick hinter die Kulissen verwerfen durfte. Die Leser bekommen das natürlich nicht mit, aber in der Verlagswelt läuft wirklich vieles falsch. Das ist mir gestern noch einmal verstärkt bewusst geworden.

Wie erwartet kamen die meisten Leser nicht einmal in die Nähe von Bianca, einfach weil die Schlange so extrem lang war, was natürlich vollkommen verständlich war! Anstatt weiter zu warten, sind wir dann einfach Essen gegangen. Mein Flammkuchen hat zwar 8,50 Euro gekostet, aber das war es definitiv wert! Dennoch muss ich auch hier kritisieren, dass die Preise für Essen und Trinken wirklich unnormal hoch waren. Das war wirklich nicht mehr normal (für eine 1l Flasche Cola wollten die uns allen ernstes 14 Euro abknüpfen… so viel habe ich für das Tagesticket vom Parkhaus bezahlt!)

Um 16:30 Uhr war dann das Bookstagram-Treffen, auf das ich mich eigentlich schon riesig gefreut hatte. Leider war ich im Nachhinein ein wenig enttäuscht und überwältigt zugleich, als ich sah, wie viele Menschen dort waren. Über 150 Bookstagrammer haben sich auf einem Fleck versammelt, sodass es schnell unübersichtlich wurde und Grüppchen-Bildung unvermeidbar war. Ich fand es nicht schlecht, das möchte ich nicht sagen. Aber  ich hatte mir einfach irgendwie mehr erwartet und  es mir etwas anders vorgestellt. Dennoch habe ich einige nette Leute dort getroffen! Gerne hätte ich aber noch mehr Leute gesehen, die ich von Bookstagram kenne. Von vielen wusste ich jedoch überhaupt nicht, wie sie aussehen, außerdem war es so voll, dass es wirklich schwer war, sich gegenseitig zu finden. Trotz meiner Kritik war es eine schöne Erfahrung. 🙂 An dieser Stelle möchte ich mich auch wieder bei Manu bedanken, die mich dazu ermutigt hat die Bookstagrammer anzusprechen un ihnen meine Postkarten von Scherbenbilder und Scherbenwelten anzubieten. Wäre sie nicht gewesen, hätte ich wohl fast alle wieder mit nach Hause genommen, weil ich einfach zu schüchtern war, um die Leute anzusprechen. :DDD

Um 18 Uhr bin  ich dann zurück zum besagten Verlags-Stand gegangen, um den Vertragsentwurf zurückzubringen und mich mit dem Verlegen zu unterhalten. Um diese Uhrzeit war dort zum Glück nichts mehr los, sodass wir uns eine halbe Stunde intensiv unterhalten konntten. Wir verquatschten uns sogar regelrecht! Tatsächlich gehörte aber jene halbe Stunde zu meinem absoluten Messe-Highlight, da ich mich einfach so gut mit dem Verleger verstanden und mich direkt dort wohlgefühlt habe.

Bevor wir zurück zu den Shuttle-Bussen gepilgert sind, waren wir noch schnell beim Thalia-Stand, um mit den Jungs ein Gruppenfoto für diese Lesezeichen-Aktion zu machen. Das Ergebnis davon seht ihr d0rt oben. Eine wirklich schöne Erinnerung, an unsere erste Messe. 🙂

Um 21:15 war ich dann auch endlich wieder zu Hause in Köln. Es war ein wirklich anstrengender Tag, aber er war schön und hat sich definitiv gelohnt! Zum Abschluss des Tages, hat mir mein neuer Verleger sogar noch am Abend meinen Vertragsentwurf per PDF geschickt. Er wird in den nächsten Wochen endlich unterschrieben werden und ich könnte nicht glücklicher darüber sein. :3

 

Morgen geht die Uni wieder los und am Dienstag beginnt  mein erster Arbeitstag in meinem Nebenjob. Ich freue mich, könnte aber noch einen freien Tag extra gebrauchen. 😀 Dennoch wünsche ich euch morgen einen schönen Wochenstart und hoffe, dass auch ihr eine schöne Messe hattet! <3

Alles Liebe,

eure Meli



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